Also die fehlenden Tage von naechster Woche am Wochenende zu komepensieren bingt wirklich gar nichts! Die Arbeitsmoral von den meistem ist eh total am Boden, morgens geht es noch aber gen Abend macht hier jeder etwas anderes.
Heute morgen waren wir erstmal zu dritt kollektiv chienesisches Fruehstueck kaufen, mein chinesischer Kollege der mir gegenueber sitzt, ging mit uns zu dem Strassenstand, wo es eine Art Omelett gibt, die man hier in China morgens isst. Erst Teig, dann ein aufgeschalgenes Ei darueber, Krauter und Sosse und dann kurz gebraten, gefuellt mit einem Knusperteil, fertig! Kurz darauf ging unsere Chefin schon mit 2 weiteren Kollegen Wassermelone fuer den Nachmittag kaufen, damit diese dann schon schoen gekuehlt ist
Gestern hat unsere Chefin schon Schokolade verteilt, die sie “irgendwo unten noch im Kuehlschrank gefunden hatte”.
Auch freut mich, dass wir hier im Unternehmen einen neuen Freund haben, M. den Hollaender. Durch Zufall hatte ich ihn nach der ersten Woche auf dem Weg zur Kaffeekueche kennengelernt, und seitdem unterhalten wir uns oefter und er kommt uns mit seiner -immer gefuellten- knallroten Nescafetasse besuchen. Durch seinen hollaendischen Akzent beim Deutsch sprechen klingt alles was er sagt 3 mal so lustig und seine Arbeitmoral haelt sich auch in Grenzen. Da er hier schon eine hoehere Positon zu haben scheint, fragte ich ihn einmal nach seinen Arbeitszeiten und da meinte er ganz erstaunt, er wuerde auch um 6 gehen, wie alle. Da man ja gegen 8 Uhr aufstuende und erst um 7 Uhr zu Hause sei, wuerde das ja wohl auch reichen. Wo er recht hat, hat er recht
Jedenfalls waren Special K und ich endlich mal gestern mit ihm Mittagessen, nachdem er unser anderes Lunchdate verschlafen hatte, weil er in seinem Kalender nur “Lunch” vorfand und sich nicht mehr erinnern konnte, mit wem und automatisch davon ausging, es sei mit dem Kollegen, mit dem er sonst auch immer isst…*chaot* Hoeflich fragte er uns dann, ob wir gern westlich oder chinesisch essen, und wir dachten, wir waeren mal hoeflich indem wir wie meist auch antworteten, dass wir generell alles essen, auch gerne chinesisch. Mit der Bemerkung von M., das sei auch billiger, fuhren wir mit einem Creme-de-la-Schrott Taxi in ein sehr gut aussehendes Restaurant, bei dem man die auf Tellern angerichteten Gerichte vorher auswaehlt, die dann an den Tisch gebracht werden. Ganz verliessen wir uns auf ihn, denn wir gingen ja davon aus, er wisse, was er tue, und so orderte er unter anderem ein Fleischgericht.
Als das Gericht anschliessend gebracht wurde, sah es schon komisch aus und Special K meinte nur: “Das ist Magen”. M. meinte ganz hollaendisch motiviert, das sei ja nicht schlimm, ODER? Und so liessen wir ihn zuerst probieren. Komischerweise blieb das bei seinem einzigen Stueck, wobei Special K mutig und stetig irgendwelche Fleischstuecke aus dem brutzelnden Topf in ihren Mund befoerderte. Ich ass nur ein nicht nach Magen aussehendes Fleischstueck, laenglich und eigentlich ok, bis Special K irgendwann meinte, das sei Zunge. Mann war mir danach schlecht!
Jedenfalls ass M. auffallend wenig und entschuldigte das mit irgendeinem Dauerdurchfall (er redet auch einfach drauf los, egal wo) und sparte auch keine Details wie: “Ja, mein Essen geht dann direkt duch…(Irritierter Blick von uns)…Also nicht SO schnell, ich muss nicht JETZT aufs Klo…” Sehr lustig, diese Hollaender
Als ich ihn dann noch darauf aufmerksam machte, dass er wohl auch nicht so ein Fan von Magen zu sein schien, meinte er, dass er das in der Tat ueberhaupt nicht sei. Ich glaube, das gilt fuer chinesisches Essen generell, denn nachher stellte sich heraus, dass er sonst immer in ein teureres westliches Hotel essen geht und in diesem Restaurant auch noch nicht allzuoft war.
Voller Hoffnung dachte ich noch ziemlich lange, dass die Lamellen auf den “Fleischstuecken” fuer Pilze sprachen, und M. fragte direkt mal bei den Kellnern nach (jetzt weiss ich natuerlich, dass ich seine Hoffnung mit entflammt habe) Die wurde allerdings schnell gestillt, als ich von der chinesischen Konversation nur mitbekam, wie Michiel sich an den Magen griff und so liess ich die Magenstuecke schoen auf meinem Tellerrand liegen.
Nach dem Essen erzaehlte er uns, dass es ja auch beim IKEA ganz in der Naehe essen gaebe, die ueblichen Hotdogs und Fleischbaellchen, wie in Deutschland ja auch. “Naechstes mal IKEA” sagte er dann und so sehe ich uns schon mit ihm in der Mittagspause mit em Taxi zum Moebelhaus zu fahren um die von ihm angepriesenen “es schmeckt schwedisch!!!”-Hotdogs zu probrieren.
Am Nachmittag tat Special K und mir so leid, dass er trotz Krankheit auch noch vor Ekel so wenig essen konnte, dass wir ihm ein Eis in sein Buero mitbrachten (Ja, wir waren eine kleine “Arbeitspause” eingelegt), wa wir dann zu dritt mampften. Ausgebreitet lagen 3 Exceltabellen vor ihm, nicht mit Verkaufszahlen, sondern mit allen Spielwetten der Kollegen und dem aktuellen Punktestand. In seiner Art machte er uns dann klar, dass er hete nicht zu tun haette, Samstag voll langweilig sei, keine emails, kein Telefon, und dass er schon eine Stunde auf die Fussballwetten gestarrt haette.
Zum Abschluss schenkte er uns dann noch das Spiel “Die Weltreise”, weil es wohl nur bei ihm im Buero rumliegt sonst; wir werden es ihm aber wohl zuruckbringen, wenn wir wieder nach Deutschland fahren. Falls es uns langwilig wird, gibt es bei ihm im Buero auch noch die “Europareise” abzuholen. Im Gegenzug hat er sich heute morgen von mir schon einen Loeffel Nescafe geschnorrt, aber ohne der Bitte nach einem Loeffel zu entfliehen, da K und ich bis jetzt noch unserem Kaffee erst mit einem Stift umruehrten und jetzt zu Holzstaebchen aufgestiegen sind.

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